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Frau T. schrieb uns:
Liebe Frau Pfeiffer, lieber Herr Pfeiffer,
endlich komme ich dazu, Ihnen zu schreiben. Anfang August ging ich in Livorno an Bord, um mit der MS CSAV Manzanillo nach Chile zu reisen, wo meine sechsmonatige Südamerikareise beginnt. Dank ihren Informationen verlief die Einschiffung reibungslos. Von Kapitän und Crew wurde ich herzlich aufgenommen und fühlte mich sofort sehr wohl. Ich verlebte wunderbare Wochen an Bord, die ich nicht missen möchte. Die Crew nahm sich Zeit, um mir Maschinen, Einrichtungen und Abläufe zu erklären. Ich habe viel gelernt über das Leben und die Arbeit an Bord. Ich konnte jederzeit auf die Brücke und der Kapitän oder die Officers haben mir die Informationen auf den Monitoren erklärt und mir so manches über Navigation beigebracht.
Mit der Crew (hauptsächlich Philippinos) habe ich lustige Abende verbracht. Ich führte lange Gespräche und erfuhr dabei viel über die Philippinen und die Arbeit auf dem Schiff, lernte fischen, spielte Gitarre, sang Seemannslieder, trank Vodka und spielte Tischtennis. Ein Höhepunkt waren auch die wöchentlichen BBQ's mit dem obligaten Karaokesingen. Der Koch war spitze und bekochte uns wie im Hotel.
Interessant waren die Arbeiten im Hafen beim An- und Ablegen des Schiffes, das Beladen mit den Containern, die lauten und staubigen Arbeiten mit den vielen Maschinen, Lastwagen und Kränen. Ich hätte stundenlang zusehen können und war fasziniert vom Zusammenspiel, das auf den ersten Blick wie ein wirres Durcheinander schien, bei genauerem Hinsehen aber bis ins Detail geregelt war. Ein Ereignis war natürlich die Durchfahrt durch den Panamakanal. Obwohl wir den Kanal nachts durchquert haben, war alles so gut beleuchtet, dass man die Arbeiten und das Öffnen und Schließen der Schleusen gut mitbekommt.
Ich hab’s auch sehr genossen, in den Häfen von Bord zu gehen und mir die Städte ansehen zu können. Außer in Cartagena hatte ich auch immer genügend Zeit dafür. Aber ich war ja auch nicht auf einer Kreuzfahrt.
Die schönsten Momente waren für mich die Sonnenauf- und untergänge, die ich mit meinem Kaffee in der Hand am Bug, dem ruhigsten Ort des Schiffes oder irgendwo hoch oben auf dem sechsten Deck genoss. Wenn ich dann dabei noch Wale oder Delfine beobachten konnte, war ich einfach nur glücklich.
Ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken für die gute Information und die reibungslose Abwicklung alles Organisatorischen. Ich fühlte mich, dank ihrer Hinweise und Tipps, gut auf die Reise eingestimmt und vorbereitet. Ich hoffe sehr, dass dies nicht meine letzte Frachterreise war und grüsse Sie ganz herzlich.
Herr Dr. D. schrieb uns:
Hallo Frau Pfeiffer,
ich grüße aus Cayenne in frz. Guyana wo wir nach 20 Tagen sicher und ohne Sturm und große Wellen angekommen sind. Alles hat gut geklappt und es war ein großes Erlebnis – mal was anderes als immer nur Flugzeug. Das Essen vom Koch und der gute Service vom Steward warten gut – natürlich kann man nicht die rieseigen Buffets vom Traumschiff erwarten, was uns natürlich auch einen guten Einblick in das normale Leben an Bord gab. Auch die meistens aus Philippinen bestehende Mannschaft hat uns willkommen geheißen. Besonders positiv erwähnen möchte ich den Kapitän und seinen Chief Engeneer, die unseren Fragen sehr aufgeschlossen gegenüber standen und mit denen wir sicher die meisten Gespräche führten. Interessant war auch, dass wir die Erlaubnis hatten, jederzeit die Kommandobrücke zu betreten, wo wir einige nautische Grundkenntnisse erhielten. Nach dem vom Kapitän organisierten tollen BBG Fest an einem Samstag mit obligatorischem Karaoke und Getanze gehörten wir wohl dann fest zur gesamten Mannschaft.
Jetzt geht’s hier für mich weiter nach Suriname, dann Guyane und zum Schluss Venezuela, von wo ich über mehrere Karibikinseln mich nach Dom Rep kämpfe – von da dann Anfang Januar zurück nach Deutschland.
Viele Grüße und nochmals vielen Dank.
Frau F. schrieb:
Liebe Pfeiffers,
seit 10 Tagen bin ich wieder in Deutschland. Nachdem ich am 18.9. in Buenos Aires von Bord der Maruba Orion gegangen bin, war ich noch 3 Wochen in Argentinien unterwegs.
Die Reise mit der Maruba Orion war wunderschön - nie langweilig, interessant, leider fast zu kurz! Captain Michalewscy sowie Chief Buchholz mit der gesamten Crew gaben mir immer das Gefühl, willkommen zu sein. Viele anregende Gespräche und lustige Feste erlebten wir miteinander und ich habe meinen Entschluss, eine solche Reise zu machen, keinen Augenblick bereut.
Ich bedanke mich bei Ihnen für die Abwicklung der Reise (trotz mehrfacher Umbuchung) und möchte nur noch einen kleinen Tipp anschließen: für weitere Reisende wäre es sicherlich hilfreich, auf dem Lageplan des Eurokais Hamburg die Lage des Pförtners/der Anmeldung zu verzeichnen.
Herzliche Grüße.
Herr Pf. Und Herr G. schickten uns eine Postkarte aus Guadeloupe:
Mit der „Marfret Caribes“ haben Sie uns einen guten Deal angeboten und es hat alles prima geklappt. Nach der Rückkehr werden wir uns wieder melden. Mit freundlichen Grüßen aus Point á Pitre (34º C).
Herr D. meldete sich aus Zentralamerika:
Es ist schon über ein Jahr zurück, als ich mit meinem Motorrad in Buenos Aires die „Iguacu“ verließ. Noch oft denke ich an die angenehmen Wochen auf dem Schiff. Ein Dankeschön für die damalige Betreuung.
Herr und Frau St. aus K. schrieben uns einen langen Bericht. Auszüge daraus:
Reise nach Brasilien vom 16.12.2004 bis 20.01.2005
Wir sind an Bord!!! Das Schiff heißt „Cap Castillo“. Wir wurden sehr freundlich empfangen, obwohl es etwas mehr Bürokratie gab als früher. Aber wir haben noch sehr wenig von der Mannschaft gesehen, sie sind natürlich alle äußerst „busy“, auch beim Abendessen war niemand. Als wir um 15 Uhr hier ankamen, wurde mit dem Löschen gerade begonnen, denn sie waren erst um 14 Uhr eingelaufen. Es geht natürlich nicht um 1 Uhr los, wie Frau Pfeiffer gesagt hatte, sondern es heißt zwischen 6 und 7 Uhr. Auf den Containern am Kai saßen riesige Schwärme von Möwen, ab und zu erhoben sie sich und dann sah es aus, als ob es schneit. Die Zugfahrt war problemlos, aber wir sind doch ganz schön müde.
Also es ging tatsächlich um ¼ vor 6 los. Der Wind nahm zu und als wir aus der Elbe heraus waren hat es tüchtig geweht, so Windstärke 7. Der Lotsentender hatte große Schwierigkeiten den Lotsen wieder abzuholen. Am Nachmittag nervte uns der 3. Offizier 2 Stunden lang mit einer Belehrung über „safety“ und „security“. Außer uns sind noch 2 Schweizer an Bord. Man hat sie aber noch nicht allzu viel gesehen.
Um 2 Uhr nachts waren wir auf dem Ankerplatz an der Scheldemündung und wie üblich, mussten wir bis 8 Uhr auf den Lotsen warten. Das Wetter war auch recht schlecht. Wir waren gerade nach dem Frühstück mal auf die Brückennock gegangen, als sich ein Hubschrauber näherte und „the pilot came by Helicopter“. Er wurde in voller Montur mit Sturzhelm vorne auf dem Schiff abgelassen. In Vlissingen kam der 2. Lotse und da wir durch die Schleuse mussten, gab es auch noch einen Hafenlotsen. Bei der Schleusendurchfahrt ist die Backbordreling ruiniert worden. Der Chief und der 1. waren stocksauer. Immerhin wurde nach einigen Suchen der Christbaumschmuck gefunden.
Als wir am nächsten Tag aus der Schelde heraus waren, war es kalt aber sonnig und der Wind frischte ziemlich auf, aber er kommt von hinten und pustet uns mit fast 22 Knoten durch den Kanal. Abends waren wir in Le Havre.
Am Morgen wollte der 1. in die Stadt und so konnten wir mit einem Kleinbus des Seemannsheimes mitfahren. Wir fuhren zu einem Einkaufszentrum. Es war ziemlich weit vom Hafen, der groß ausgebaut ist.
In der Nacht fing es an zu schaukeln an, weil der Wind schräg von hinten kommt. Am Tag wurde es aber schon merklich wärmer. Wir waren auch schon öfters auf der Brücke. Eigentlich sind alle 3 Offiziere sehr nett. Der Chiefmate ist Deutscher, die beiden Anderen Philippinos. Der Kapitän ist sehr zurückhaltend, vielleicht taut er ja noch auf.
Es ist schon viel wärmer geworden und ich habe einen Delphin gesehen und gestern haben wir einen Wal blasen sehen. Unten in der Messe ist eine wahnsinnige Säuberungsaktion ausgebrochen. Alles für Christmas oder auch so. Der 1. ist da sehr penibel.
Am nächsten Morgen kamen wir zur Frühstückszeit an Steuerbord sehr nah an Madeira vorbei. Die „Islas Desertas“ sahen wir im vollen Sonnenlicht. Sie sind wirklich „ein Steingestell ohn´ alles Gras und Moos.“ Wir haben dann den ganzen Tag „Whale watching“ betrieben, aber ohne den kleinsten Erfolg. Es ist jetzt schon richtig warm, sodass wir ohne Jacke rausgehen konnten. Heute Abend kommen wir an Las Palmas vorbei.
Der nächste Tag ist ruhig und die Vorbereitungen für die Christmasparty laufen. Vom Kapitän gab es eine große Weihnachtstüte für jeden. Die Party wurde sehr nett, es gab ordentlich zu essen, viel zu trinken, mit dem Chiefmate sind wir per Du und zu später Stunde gab es noch Karaoke, aber da waren wir schon raufgegangen.
Der nächste Tag fing ruhig an. Kein Schiff, kein Wal, kein Vogel, aber dann als Höhepunkt des Tages die Kapverdischen Inseln. Am Nachmittag hatte uns der Chief zu einer Besichtigung der Maschine geladen. Wir sind viele Treppen, bis in den Bauch des Schiffes, gekraxelt und er hat uns viele Informationen gegeben. Er ist sehr stolz auf sein Reich und es war auch alles im Toppzustand.
Heute ist der 2. Weihnachtstag. Es ist sehr warm und das Schwimmbad ist gefüllt. Wir haben Wind von achtern und das Schiff liegt wie ein Brett im Wasser.
Um 9.20 Uhr sind wir heute über den Äquator gekommen. Dafür bekamen wir abends sehr prächtige Zertifikate.
Das Meer ist sehr blau, fast keine Schaumkronen, es ist superwarm es geht uns wirklich gut. Am Abend gab es einen ganz einmaligen Sternenhimmel. Wir waren auf der Backbordnock und als der Chief seine Wache beendet hatte, holten wir Stühle, einen Tisch und Wein, machten alles Licht aus und erlebten dort einen zauberhaften Abend. Wir sind jetzt auf der Höhe von Recife.
Heute Vormittag sahen wir zum ersten Mal die brasilianische Küste und an Bord wurde mit Strömen von Wasser geputzt.
Wir liegen vor Santos und warten auf den Lotsen, der gegen 6 Uhr an Bord kommt. Die Einfahrt war wunderschön. Um in die Stadt zu kommen, müssen wir mit einem kleinen gelben Speedy-Boot fahren. Am anderen Ufer wartet schon unser Taxi auf uns und bringt uns zu Einkaufszentrum von Santos. Wir gingen dann noch zum Beach, wo eifrig für den Silvesterabend vorbereitet wurde. Als wir aufs Schiff zurückkamen, war unter der Regie der Philippinos die „Saubraterei“ in vollem Gange. Um 8 Uhr wurde das erste Mal mit Sekt angestoßen, für die Ukrainer. Um 9 Uhr dann für die Polen und die Deutschen. Dazu wurde jeweils eine Rakete abgeschossen. Dann mussten wir noch bis 12 Uhr ausharren, bis zur brasilianischen Mitternacht. Außer den Feuerwerksraketen wurden noch überfällige Signalraketen abgeschossen. Auch von anderen Schiffen. Der ganze Abend fand natürlich mit lautester Musik statt und die Philippinos tanzten. Der 3. Offizier konnte es besonders toll.
Am nächsten Morgen waren alle nach der Silvesternacht noch etwas angefressen, aber die Hafenarbeiter kamen doch ziemlich früh. Im Abfahren kamen wir am Strand von Santos vorbei. Er war viele Kilometer lang und voll. Es war lustig zu beobachten. Wir sind nun, ziemlich leer, auf dem Weg nach Paranagua. Die Einfahrt war wieder sehr schön und ich war begeistert von den blauen Bergen und grünen Inseln. Paranagua ist ein richtig großer Hafen geworden. Als wir reinkamen lagen 13 Schiffe da und noch einige auf Wartepöstchen.
Bei unserer Ausfahrt am nächsten Tag sehen wir wieder Fischerboote, die Schleppnetze zogen und von Schwärmen von Möwen und Fregattvögeln begleitet wurden.
Am nächsten Tag sind wir in Itajai. Alles ist ganz nah, so können wir zu Fuß in die Stadt gehen. In der Mitte der Stadt erhebt sich eine pseudogotische, reichlich kitschige, Kirche. Es gibt eine Fußgängerzone, aber außer einer Coco verde, die wir getrunken haben, haben wir nichts gefunden. Inzwischen regnet es oft heftig.
Am nächsten tag waren wir wieder in Santos. Auf dem gleichen Liegeplatz wie beim ersten Mal. Unser Chief fragte uns, ob wir mit ihm an Land wollten in eine Churrascaria und so verbrachten wir einen sehr netten Abend in Santos.
Zur Frühstückszeit fuhren wir an der Küste entlang Richtung Norden. Unser Ziel war Sepetiba, ein Hafen nahe bei Rio, in einer riesigen Lagune gelegen. Die Durchfahrt dauerte 2 Stunden und war wunderschön. Direkt hinter dem Hafen steigt der Urwald steil empor. Sonst ist hier überhaupt nichts los. Heute ist der 6. Januar, russische Weihnacht, also stoßen wir mit den Ukrainern an.
Der nächste Tag ist wieder mal ein Seetag, was wir sehr genießen. Es ist auch nicht mehr ganz so schwül. Abends kamen wir an einigen Bohrinseln vorbei,
Am nächsten Morgen tauchen in der Ferne die Hochhäuser von Recife auf. Und wieder mal gab es einen Maschinenstop, und wir trieben eine Stunde lang in der Hitze umher. Zum Trost sahen wir aber neben dem Schiff eine Meeresschildkröte treiben. Später lud uns unser Chiefmate ein, mit ihm zum Strand zu fahren. Die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten und war sehr abwechslungsreich. Wir sahen Zuckerrohr, Bananen und Palmen. Am Strand war viel los. Alles Mögliche wurde verkauft: Andenken, Sonnenbrillen, Eis, Nüsse oder Austern. Das Baden in der Brandung war ganz herrlich. Nach 2 Stunden mussten wir zurück, weil wir um 6 Uhr wieder auf dem Schiff sein sollten.
Nachdem alles wieder mal etwas länger gedauert hat, sind wir jetzt endgültig auf dem Rückweg. Den ganzen Nachmittag über beleiteten uns ca. 10 Möwen. Es machte Spaß sie zu beobachten. Sonst war es ein ruhiger Tag, mit schwimmen, viel lesen und relaxen.
Seit heute Nacht sind wir wieder auf der Nordhalbkugel und das Wetter ist ziemlich blöd. Nun merkt man auch, dass sich die Reise ihrem Ende nähert. Gestern war die Butter alle, heute die Milch.
Es gibt etwas Neues: Saharastaub. Inzwischen ist richtig „dicke Luft“, die die Sonne nicht mehr durchdringen kann! Wir sind dicht an Afrika und der braune Staub liegt überall.
Am nächsten Tag ist der Spuk vorbei und der deutsche Kadett muss alles abspülen. Es ist nicht mehr so warm, aber wir konnten noch mal in der Sonne sitzen. Das ganze Schiff ist salzüberkrustet, weil die Gischt so hoch spritzt. Man muss sich ständig die Hände waschen.
Es ist nichts los, nur die Mannschaft muss malen. In der Nacht kommen wir an den Kanarischen Inseln vorbei.
Auf Höhe von Madeira wurde das Wetter dann schlechter. Der Schwell verstärkte sich, es schaukelte ganz schön und beim Abendessen ging einiges über Stag.
Ich hatte mich breitschlagen lassen, für alle Rouladen zu machen. Kochen und dabei das Gleichgewicht halten ist gar nicht so einfach.
Heute erreichen wir die Biscaya, die sich recht ruhig zeigte. Nachdem die Brücke eine Generalreinigung erfahren hat, darf man „only with Socks“ rauf. Wir sind jetzt im Kanal und ein Englandtief hat uns erreicht. Nun gehen noch mehr Dinge zur Neige. Eis ist alle und auch der Saft.
Heute haben wir erstmalig wieder Land gesehen und sollen nachmittags sind in Rotterdam sein. Die Fahrt auf der Maas ist interessant und im Sonnenschein sehr schön.
Unser letzter Tag fängt regnerisch an. Seit gestern ist auch der Reis alle. Die Katastrophe schlechthin. Die Philippinos sagen, dass sie ohne Reis im Bauch keine Kraft zum Arbeiten haben. Aber heute Nacht sollen wir ja in Hamburg ankommen, dann hat das Elend ein Ende.
Um 5 Uhr waren wir in Hamburg und es gab eine große Verabschiedung. Dann kam der Shuttlebus bis zum Gate und alles klappte prima mit Taxi und Zug. Wir konnten schon um 9.46 nach Köln fahren.
Herr A. aus H.
„In 42 Tagen nach Südamerika und zurück“
(Reise vom 23.11.05 04.01.06)
Angelaufene Häfen:
Hamburg, Rotterdam, Antwerpen, Le Havre, Dakar, Paranagua, Buenos Aires, Rio Grande, Imbituba, Santos, Hamburg.
Montag, den 23.11.05
Gegen 18.30 mit der „Monteverde“ in Hamburg abgelegt.
Dienstag, den 24.11.05
Raue See und Regen. 6.00 Rotterdam an. 25.11.05. Können nicht löschen, da Windstärke 8.
Montag, den 27.11.05
Um 6.00 in Antwerpen fest. Kein Landgang, da Zeit zu kurz und zu weit zur City. Gegen 16.00 ab.
Dienstag, den 28.11.05
Um 12.00 in Le Havre an. Stadtbesichtigung und Abendessen im Seemannsheim. Morgens am 29.11.05 um 9.00 ab.
29.11. 04.12.05 auf See
Passieren die Kanaren bei Sonnenschein und 22º C. Abends Barbecue und Spanferkel vom Grill.
Sonntag, den 04.12.05
14.00 Dakar an. Tagestemperatur 29ºC. Waren in der Stadt. Am Nachmittag mit der Fähre zur alten Festungsinsel „Battrie-Island“. Am nächsten Morgen wurde der Stadtbesuch wiederholt. Es gab viel zu sehen. Buntes Treiben auf Markt und Straßen. Es ist halt Afrika! Reichtum und Armut, Glanz und Elend geben sich hier die Hand. Am 07.12.05 ging es um 10.00 weiter. Am 08.12.05 gegen 9.30 begegnete uns die „Queen Elisabeth“ auf Gegenkurs in Richtung Dakar. Am 09.12.05 passierten wir um 15.00 den Äquator. Jetzt sind wir einige Tage auf See.
Dienstag, den 13.12.05
19.00 in Paranagua an. Waren mit dem Agenten in der Stadt zum Abendessen und anschließend in einer heißen Bar! Am nächsten Morgen ging es weiter.
Freitag, den 16.12.05
Um 13.00 in Buenos Aires fest. Wir fuhren 12 Stunden den Rio de la Plata aufwärts. Er hat ziemlich braunes Wasser und ist zum Baden nicht einladend. Gegen 14.00 bin ich in die City. Es ist eine Millionenstadt. Die Floridastreet ist eine Fußgängerzone mit Einkaufszentren vom Feinsten bis zum Kiosk und Fressbuden. Am nächsten Tag muss unser Mitreisender Heinz von Bord. Er hat einen Amerikanischen Pass und braucht ein Visum für Brasilien, denn wir reisen auf der Rücktour wieder in Brasilien ein. In Paranagua war er illegal eingereist und wurde mit einem Ordnungsgeld belegt. Der Agent bzw. die Einwanderungsbehörde hat hier geschlampt und sich einen fetten Happen gegönnt, denn meines Erachtens hätte er gar nicht von Bord gedurft. Am 17.12.05 um 10.30 legten wir in Buenos Aires ab.
Sonntag, den 18.12.06
Um 24.00 in Rio Grande fest. Hier wurde nur gelöscht und um 14.00 ging es weiter.
(Jeden Sonntag, pünktlich um 11.00, hielt der Kapitän eine Messe in der Bar! Die Gebetbücher waren gratis und feucht).
Montag, den 19.12.05
Um 8.30 in Inbituba an. Leichter Tropenregen. War mit André im Ort. Es ist ein hübsches kleines Fischernest. Es gibt einen weiten und herrlichen Strand. Haben in einem Strandrestaurant zu Mittag gegessen. 15.00 abgelegt.
Dienstag, den 20.12.05
Liegen vor Santos mit weiteren 14 Schiffen auf Reede. Weiter ging es erst am 22.12.05 zur Schlafenszeit. In den Hafen von Santos. Hier hat mich der Agent in die City mitgenommen. Und mir alles Sehenswerte gezeigt. Danach bin ich noch auf eigene Faust in der hübschen und großen Stadt etwas bummeln gegangen. Heinz ist wieder an Bord und erzählt von seinem Abenteuer mit den Behörden. Gegen 19.00 fuhren wir aus Santos ab. Ein wunderschönes Panorama zur Abendzeit begleitete uns aus dem Hafen. Der 23.12.05 war ein normaler Seetag. Das Heißt, das jeder nach belieben die zeit verbrachte. Gegen 10.30 letztes Land in Sicht. Jetzt geht es über den großen Teich.
Samstag, den 24.12.05
Weihnachten auf hoher See. Es gab gegen Abend eine Grillparty bei schönem Wetter auf Deck, natürlich mit Spanferkel vom Grill. Die Jungs haben wieder einmal die Partyecke nett zurechtgemacht. Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es zum Mittag Truthahn. Am 26.12.05 passierten wir gegen 16.00 den Äquator bei 27ºC. Vormittags war ich mit dem Chief in der Maschine. Am 28.12.05 ist wieder Land in Sicht, die Cape Verdischen Inseln. Heinz gibt heute seine Geburtstagsparty.
Donnerstag, den 31.12.05
Gegen 23.00 Silvesterparty. Es war 3.00 morgens.
Frau K. schrieb uns:
Bin am Montag in Rotterdam angekommen und hatte dann die Möglichkeit, mit einem Crew-Mitglied nach Hamburg per Auto zu fahren. Ich wollte mich für die freundliche Unterstützung bei der Information meiner Bekannten bedanken, die mich in Hamburg abgeholt haben. Hat alles gut geklappt.
Die Reise war wunderschön. Es hat wirklich Spaß gemacht. Auch war die Bordmannschaft sehr freundlich und hilfsbereit, angefangen von Kapt. Müller bis zu den Azubis. Ich hatte wirklich viel Spaß und werde sicherlich wieder einmal so eine Fahrt machen.
Das Wetter hat auch mitgespielt und so war es eine sehr schöne und angenehme Rückreise nach Deutschland.
Dr. W. aus W:
„LYKES OSPREY“ und ihre Crew
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach meiner Rückkehr am 2. Januar 2003 von der Westafrika- und Ost-Lateinamerika-Reise mache ich mich heute einmal daran, insbesondere die CREW der „LYKES OSPREY“ ihrem Arbeitgeber gegenüber herauszustellen.
Das Schiff ist in einem so gepflegten Erhaltungszustand, dass sein Alter von jetzt vier Jahren kaum nachvollziehbar ist. Da staunt selbst ein Passagier, der in seiner schon vor Jahrzehnten abgeschlossenen Marinelaufbahn selbst schon gelegentlich Rost geklopft und Menning gestrichen hat, vielleicht kann er deshalb im Laufe einer so langen Reise den Pflegeaufwand im einzelnen wahrnehmen und würdigen.
Das allein rechtfertigte aber noch kein überschwängliches Lob insbesondere der Schiffsführung. Denn das Wohlbefinden von mitreisenden Urlaubern dürfte nur am Rande von einem stets sauberen Schiff bewirkt werden. Für mich war es die lockere und vergnügliche Atmosphäre, deren maßgeblicher Stimmungsmacher eben derselbe Kapitän, Herr Nico Aissen ist, der für den harmonischen Arbeitsablauf und die Schiffssicherheit steht und alle motiviert, die Reise zum Erfolg werden zu lassen. Dass er Ihr Unternehmen nun verlässt, um sich als Lotse zu verbessern, ist für einen strebsamen jungen Mann zwar vernünftig, aber für alle anderen Beteiligten bedauerlich. Ich hoffe sehr, dass sein Erfolgsrezept von anderen, die auch dabei waren, übernommen und weitergegeben wird und ich einmal wieder mit einem Ihrer Schiffe „verreise“.
Bis auf Abidjan bin ich vorher überall schon einmal oder mehrfach, teils im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik, an Land gewesen, wo wir jetzt kurz gewesen sind, und so war für mich auch mehr „der Weg das Ziel“ mit einigen Wiedersehenerlebnissen in Lateinamerika.
Selbst wenn die Weltwirtschaft wieder Tritt fassen sollte und ein höheres Frachtaufkommen erwartet werden darf, hege ich aus Passagiersicht die Befürchtung, dass die ständig weitergehenden Hafentechniken die Liegezeiten für Sightseeing noch mehr verkürzen. Ich vergleiche meine jetzige Erfahrung, die für mich in Bezug auf Containerfrachtschiffe ganz neu war, mit den mir in Erinnerung gebliebenen Schilderungen meiner Eltern über eine ganz ähnliche Reise im Jahr 1965 mit einem der „Cap“ Frachter, von denen die „San Diego“ in Hamburg liegt. Sie haben wenig vom Schiff, nichts von seinen Leuten und viel von Landeindrücken bei Ausflügen erzählt. Für mich stehen umgekehrt die rein maritimen Ereignisse eindeutig im Vordergrund, ohne dass ich das nachträglich „mit mangelnden Gelegenheiten“ erklären möchte. Ich habe nicht nur nichts an touristischen Ereignissen an Land vermisst, sondern gerade die Einbindung in das Leben an Bord als das große Erlebnis empfunden. Ich wiederhole, was ich am 1.Weihnachtstag den Offizieren an Bord gesagt habe: Der schönste Heiligabend meines Lebens war die Bordfeier an Deck bei späterer Passage der Capverden. Dies war ein überwältigender Eindruck, den ich auch in sehr gelungenen Fotos festgehalten habe.
Nicht nur in Santos und später Itajai, wo das Schiff einen blinden Passagier, Herrn Jean Luc Mombo Binde von der Elfenbeinküste, nach Brasilien loswerden konnte, sondern vorher auch schon bei seinem Aufgriff während der Atlantikquerung und später in Argentinien und Uruguay, habe ich mich als Dolmetscher zur Verfügung gestellt, zunächst um der Mannschaft in ihren Nöten zur Hand zu gehen, anschließend, gerührt von der schrecklichen Geschichte dieses jungen Mannes, auch im Interesse und schließlich am Rande, um ihrem Unternehmen Dolmetscherkosten in den genannten Ländern zu sparen. Aus den erstgenannten Motiven heraus zähle ich jetzt auf Ihre Bereitschaft, mich gelegentlich über den Verbleib dieses jungen
Mannes in Brasilien (Asyl?) oder als Abschiebung in seine Heimat zu unterrichten. Ich bitte Sie, im Rahmen der Geflogenheiten und Abläufe, um gelegentliche Weiterleitung meiner Grüße an alle von der „LYKES OSPEREY“
Herr L. aus G.
meldete sich begeistert nach seiner Rückkunft von seiner Rundreise IFR 350 mit der „MS Maruba Cathay“ von Vado Ligure nach Südamerika und zurück.
Er lobte besonders den Kapitän und beschrieb ihn als sehr freundlich, kompetent und umsichtig. Er fühlte sich an Bord sehr wohl und gut aufgehoben.
Herr P. schrieb eine Postkarte von unterwegs:
Liebe Leute,
es war eine grandiose Wendung, dass ich noch eine Runde auf dem Mittelmeer drehen kann. Alles ist prima, und Genua ist eine umwerfende Stadt. Ich bin nicht technisch versiert, aber vielleicht ein Tipp für zukünftige Reisende: einfach einen kleinen digitalen Film drehen für die Crew auf Ausflügen, denn die kommen ja nur selten von Bord! Ich jedenfalls hätte ihnen gerne etwas gezeigt. Also, der Atlantik ruft schon…
Ehepaar S.:
Grueezi, hola
Wir sind gut gelandet in Argentinien. Bei herrlichstem Sonnenuntergang durften wir in Buenos Aires einlaufen.
Dass wir uns in Genua nicht mehr bei Ihnen meldeten, hat damit zu tun, dass wir selber kein Handy haben und uns nicht getrauten, am ersten Tag schon den Kapitän zu belästigen. Mit etwas Verspätung sind wir dann aber doch noch ausgelaufen.
Die Überfahrt war wunderschön. Die Stimmung an Bord ausgezeichnet. Der freundliche Kapitän, alle andern Offiziere und die fröhlichen, hilfsbereiten und sangesfreudigen Filippinos ließen die Fahrt auf MARUBA CATHAY zum einmaligen Erlebnis werden.
Aber auch die Betreuung durch Sie, die zuverlässigen Informationen und die hilfreichen Auskünfte haben viel zum guten Gelingen unserer Reise beigetragen.
Darum recht herzlichen Dank!
Wir sind jetzt am Einleben in unserer neuen Heimat und durften heute schon erste Frühlingsluft schnuppern.
Nochmals vielen Dank und herzliche Grüsse aus Baradero
Herr L. schrieb uns:
Die Frachterreise hat mir sehr gut gefallen. Der Heimathafen des Schiffes war Hamburg, daher war der Kapitän Deutscher. Die Offiziere und Ing. kamen aus Polen und Bulgarien, der Rest der Mannschaft aus Myanmar (früher Burma). Der Koch war spitze (!), durch den Panamakanal fuhren wir bei Tae, die Überfahrt über den Atlantik fand bei bestem Wetter statt. Ihre Hinweise für das Leben an Bord sind ok, es gibt nichts hinzuzufügen. Einzige kleine Enttäuschung war die Liegezeit in Cartagena/Kolumbien, von 23:30 bis 6:30 am nächsten morgen. Ich hatte mich echt auf Cartagena gefreut, aber so ist das mit der schnellen Container Be-und Entladung.
Familie G. aus Quito:
Liebe Frau Pfeiffer, lieber Herr Pfeiffer,
als wir uns entschlossen, Europa zu verlassen und nach Ecuador auszuwandern, kam erstmals auch die Idee einer Schiffsreise auf, da meine Frau extreme Flugangst hat. So entschlossen wir uns für die Reise auf der Monteverde von Antwerpen nach Guayaquil. „Wir“, das ist ein Ehepaar mit 3 Kindern, einer Tochter von 15 Jahren und 2 Buben (10 und 8 Jahre). Unsere Reise ging von Antwerpen bis Guayaquil, dem größten Hafen Ecuadors an der Westküste Südamerikas.
Untergebracht waren wir (die Eltern) in der Eignerkabine, die aus Wohn- und Schlafraum besteht. Eigene Dusche und WC selbstverständlich. Von der Größe und der Ausstattung kann diese Kabine vielen ähnlichen auf Luxusdampfern das Wasser reichen, ist wahrscheinlich sogar größer als viele (aber wesentlich preisgünstiger). Unsere Kinder hatten jedes eine Einzelkabine, ebenfalls sehr geräumig und auch private Dusche/WC. Alle Kabinen mit TV, Video und Stereoanlage.
Die Verpflegung war ausgezeichnet, vor allem bemühte sich der nette Koch um Abwechslung, nahm aber auch Rücksicht auf die Bedürfnisse unseres 10-jährigen Buben, der Weizen- und Sojaallergie hat!! Natürlich ist es keine Abmagerungskur, wenn man bis zu 5 Mahlzeiten am Tag hat. Aber man betätigt sich ja auch sportlich.
So hat man von den Kabinen zum Speisesaal 4 Stockwerke zu überwinden (72 Stufen!) und das mindestens 4x am Tag! Geht man zum Schwimmbecken oder zur Sauna oder zum Ping Pong, sind es noch 2 Stockwerke mehr! Alle diese Einrichtungen benutzten wir täglich, man hat ja sonst nicht soviel zu tun. Sieht man vom täglichen Spaziergang vorne zum Bug ab, wo naturgemäß der stillste Ort ist, da man hier die Motoren gar nicht mehr wahrnimmt. Hier gibt es auch ausführlich Gelegenheit, Tiere zu beobachten: Von Delfinen über Fliegende Fische bis hin zu Walen. An den Sonnentagen der Karibik sonnten wir uns ausführlichst auf den Plätzen am Stiegenaufgang außen am Schiff, oder auch auf der Brücke.
Die Mannschaft (90% Filipinos, der Rest aus BRD, Russland, etc.) kümmerte sich rührend um uns und erfüllte jeden möglichen Wunsch ehestens. Wir konnten jederzeit auf der Brücke vom Kapitän oder einem der diensthabenden Offiziere Auskunft über Standort, Fahrzeit bis zum nächsten Hafen etc. erhalten. Unsere Buben wollten das Schiff auch „steuern“, was leider wegen des Autopiloten nicht möglich war.) Ein großes Bordfest gab es auch zu Ehren meines Geburtstages (ist normalerweise aber auch geplant). Da gab es Spanferkel, großes Beilagenbuffet und Getränke, Getränke…………..
Vom Wetter her war diese Reisezeit (Juli/August) natürlich ideal, da wir in den 4 Wochen immer nur sanftes Meer erlebten. Das Einzige, was uns ein wenig enttäuschte, war die Kürze der Hafenaufenthalte. Aber diese muss man natürlich akzeptieren, es ist eben keine Kreuzfahrt. Aber immerhin bekamen wir einen kurzen Eindruck von Le Havre, Bilbao, Kingston und Cartagena. Vor allem ist aber natürlich die Fahrt durch den Panamakanal ein besonderes und einmaliges Erlebnis.
Résumee: Eine tolle Erlebnisreise für Familien, aber auch Ehepaare oder Einzelreisende, die Zeit haben oder sich Zeit nehmen wollen. Ich persönlich habe 4 Bücher auf der Reise ausgelesen, während ich sonst eines im Monat schaffe.
Herr Günter K. aus L.:
Sehr geehrte Frau Pfeiffer,
das Schiff ist angekommen, am 6.7.99 war es eine „Punktlandung“ in den Schleusen von Kiel-Holtenau. Es war also wie ein „Citybus“, denn von Puerto Madryn in Patagonien bis vor die Haustür, das soll schon etwas heißen. 5.5.99 ab Chile, 6.7.99 an Holtenau, und Sie wissen es: Zeit muss man auf einem Frachter haben, eine Liebe zu seinem Schiff, zum Meer, zum Umfeld, zum... Und so haben wir die Hinfahrt nach Südamerika durch den Panamakanal wieder einmal auf uns wirken lassen, individuell mit vielen freundschaftlichen Verbundenheiten und nach dem Südamerikaaufenthalt in Chile und Argentinien, bei Freunden und Bekannten und mit 15.000 km im Leihwagen auf bekannten und unbekannten Strecken gab es dann die interessante Rückfahrt von Buenos Aires, die fast 2 Monate dauerte. Es gab viel zu sehen, viel zu erleben, viele menschliche Kontakte.
Das nächste Schiff wartet schon ganz sicher auf uns!
Und so möchte ich mich hiermit ganz kurz zurückmelden und Ihnen auch Dank sagen.
Wir werden weiter voneinander hören.