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Frau S. schrieb uns:

Sehr geehrte Frau Pfeiffer,
es hat mir gut gefallen auf der Independent Pursuit von Antwerpen nach Chester. Wurde nicht krank, war nicht seekrank, hatte keine Untergangsängste. Keine "attractions and entertainment", nur Meer, Himmel und das Maschinengeräusch - ich fand's wunderbar!
Vielen Dank, dass Sie mir nicht abgeraten haben, als ich gezögert habe. Ich könnte mir sogar eine weitere Frachtschiffreise vorstellen.

 

Frau H. schrieb uns:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass es die schönste und interessanteste Reise meines Lebens war. Insbesondere gilt hier mein Dank der Crew und vor allem Dingen dem Kapitän der MSC Flaminia, welche mit sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen meinen nicht immer sehr professionellen Fragen aufgeschlossen gegenüber gestanden haben. Die Unterbringung, Verpflegung und sonstige Erfüllung von waren einmalig. Ich habe hier Arbeitsabläufe kennengelernt, die man mir auf einem Luxusschiff nie hätte ermöglicht. Außerdem wären 3 Wochen Zahlmeisterkabine mit Außenfenster und persönlicher Bedienung durch einen Steward nie bezahlbar gewesen.

Trotz der vielen Arbeit an Bord hatte man immer Zeit für mich und man hat mich auch ständig auf Besonderheiten aufmerksam gemacht, da sie mitbekommen hatten, dass ich mich für viele auf einem so großem Schiff anfallende Dinge interessiert habe. Es waren dann auch immer zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, die man meinen Interessen zu Folge eingerichtet hat.

Übrigens hat mich die Ordnung und Sauberkeit auf einem so großem Schiff, wo es doch wirklich nicht immer durchgehend sauber zugehen kann, überwältigt.

Ich würde sehr gern eine solche Reise wiederholen.

Auch Ihnen noch einmal meinen Dank für die Hilfe beim Zustandekommen dieser Reise.



Herr K. aus W.:

Liebe Frau Pfeiffer!
Lieber Herr Pfeiffer!

Meine Reise ist gut verlaufen und ich bedanke ich vielmals für Ihre Betreuung in der Vorbereitungsphase. Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis und für mich die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches per Schiff den Atlantic zu überqueren. Nun bin ich wieder zu Hause gelandet und sende Ihnen die besten Grüße nach Wuppertal.



Herr A. aus H.:

Angelaufene Häfen: Antwerpen, Felixstowe, Le Havre, Charleston, Freeport, Veracruz, Altamira, Houston, New Orleans, Freeport, Charleston, Antwerpen, Felixstowe, Bremerhaven


Sonntag, 9.4.06
Morgens mit dem Zug nach Antwerpen. Das Containerschiff, die MSC Alessia, war schon da und es ging gleich an Bord.

Beim Abendessen habe ich mit dem Kapitän und dem Chief erste Gespräche geführt. Der Chiefmate machte mit mir gegen 19.30 den Sicherheitsturn. Das Schiff ist riesig und macht einen sehr guten Eindruck. Die Kammer ist sehr groß, sauber und gepflegt. Die meisten Offiziere sind deutsch.


Mittwoch, 12.4.06
Gegen 4.00 morgens an in Felixstowe. War in der City. Felixstowe ist ein kleiner Strandbadeort. Die Sonne schien und man konnte gut auf der Strandpromenade spazieren gehen. Der Seemannsclub ist gut. Habe dort einige Crewmitglieder getroffen und ein Guinnes gezischt.


Donnerstag 13.4.06

Morgens 7.00 Uhr ab nach Le Havre. Weiter am Samstag, 15.4.06. Der nächste Hafen ist Charleston (USA).


Sonntag 16.4.06 – 22.4.06

Seetage. Die Zeit vergeht im Flug. Es gibt täglich etwas Neues zu entdecken. Das Essen ist gut, reichlich und abwechslungsreich. Ein sportliches Angebot vom Tischtennis bis zum Saunieren kann ebenfalls genutzt werden. Nach dem Passieren der Azoren wird das Wetter täglich besser und wärmer. Die See ist ruhig und wir machen gute Fahrt. Der Chiefmate zeigt mir das riesige Schiff in allen Einzelheiten. Die Dimensionen sind wirklich gewaltig.


Sonntag 23.4.06

Wetter sonnig und warm 22º C. 16.45 in Charleston fest. Es ist Sonntag und viele kleine Sonntagsskipper sind unterwegs. Die Hafeneinfahrt lief reibungslos. Die Stadt liegt ziemlich günstig und am Abend war ich mit zwei jungen deutschen Seemännern auf Landgang. Es ist hier richtig was los. Nach kurzer Erkundung zwischen Historie und Altstand mit ehemaligem Sklavenmarkt ging es in eine nette Kneipe mit Livemusik und ein paar netten Mädels von black bis beautiful. Morgens gegen 4.00 ging es ab nach Freeport auf den Bahamas.


Dienstag, 25.4.06

Gegen 1.00 in Freeport  fest. Wetter tropisch warm und sonnig. Am Nachmittag ab ins Dorf. Waren am Strand. Schneeweißer Sand und azurblaues Wasser bei 25º C. Neben einigen großen Hotels gibt es eine Bummelmeile mit typisch karibischem Flair. Es gibt viele Bars und Restaurants. Haben auch „Conk“ gegessen. Das ist eine große Muschel, die viel Fleisch hat. Sie wird auf verschiedene Weise zubereitet und schmeckt lecker. Kurz vor Mitternacht wurde abgelegt.


Mittwoch 26.4.06

Seetag. Schönstes Wetter bei 27º C. Das Wasser im großen Innenpool hat 25º C. So lässt sich leben!


Donnerstag, 17.4.06

Sind im Laufe des Tages vor Veracruz. Glatte See bei herrlichem Sonnenschein. Es gibt wieder fliegende Fische und ich sah eine Schildkröte.


Freitag, 28.4.06

Gegen 3.00 in Veracruz fest. Um 10.00 Uhr in die Stadt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie das Leben hier funktioniert. Armut und Reichtum, Elend und Feudalismus auf engstem Raum.


Sonntag, 30.4.06

Frühmorgens an der Pier in Altamira fest. Außer der Hafenanlage und einigen Produktionsstätten gibt es hier nichts zu sehen. Die nächste Stadt ist Tampico und zu weit weg. War mit dem Chief in der Maschine. Es ist alles sehr groß, geräumig und sauber.


Dienstag, 2.5.06

Bei schönstem Wetter um 9.30 an der Pier in Houston fest. Waren am Abend im nächsten Dorf. Houston ist zu weit weg.


Freitag, 5.5.06

Bei Sonnenaufgang auf dem Missisippi. Vor New Orleans wird der Topmast gelegt, damit wir die Brücke an der Waterfront passieren können. Von der Sturmkatastrophe sind noch jede Menge Schäden zu sehen. Hauptsächlich ist die Seite stromauf rechtsseitig betroffen. Die Regierung hat Wohnmobile allen Geschädigten zur Verfügung gestellt. Bei den meisten Häusern steht so eins. Vom Schiff aus sieht man sehr viele blaue Dächer. Das besagt, hier hat der Sturm das Dach zerfetzt und es wurde mit blauer Folie abgedeckt.

War in der City. Sie hat weniger abbekommen. Auch sind die Schäden an der Hafenfront nicht so schlimm, da die Schuppen alles abgehalten haben. Doch der Dreck liegt noch immer vor manchem Haus. Diesmal war ich im „French Quarter“. Hier ist richtig was los!


Montag, 8.5.06 bis Mittwoch, 24.5.06: Rückreise über Freeport, Charleston, Antwerpen, Felixstowe nach Bremerhaven.



Herr M. schrieb uns:

Liebe Frau Pfeiffer,

ich möchte mich gerne bei Ihnen und bei Ihren Kollegen sehr herzlich für die gute Betreuung bedanken. Toller Service.

Die Fahrt selbst wird mir ein unvergessliches Erlebnis bleiben; sehr nette Mannschaft, bewegte See und längst nicht so kalt wie gedacht!

Natürlich empfehle ich Sie gern weiter.

Viele Grüße aus New York.



Herr Dr. Peter D. aus H.:

Sehr verehrte Frau Pfeiffer,

meine Reise liegt nun schon fast zwei Monate zurück und in der Zwischenzeit haben mich die vielfältigen Aufgaben, die es mit sich bringt, sich an einem neuen Ort und Arbeitsplatz einzurichten, davon abgehalten, mich noch einmal bei Ihnen zu melden.

Nachdem das Schiff auf der vorigen Fahrt in den Sturm geraten war, war die Auslaufzeit ja fast bis zuletzt unklar. Dank Ihrer intensiven Fax- und Telefonunterstützung hat dennoch alles bestens geklappt - auch das Ausklarieren nach dem Schengener Abkommen, das rund um die Uhr und auch am Tag vor der Abreise möglich ist, aber einen Stempel in meinem Pass erst auf ausdrückliche Nachfrage und Bitte hervorbrachte.

Vielen Dank für das vielfältige Informationsmaterial über Antwerpen, unter dessen Zuhilfenahme ich einen angenehmen Zwischenaufenthalt dort hatte.
Das Einschiffen am nächsten Morgen verlief dann trotz meines umfangreichen Gepäcks reibungslos, und nachdem ich erst einmal alles in der Eignerkabine verstaut hatte, fühlte ich mich auf dem Schiff sehr schnell zuhause. Allen voran meine Tischgenossen in der Offiziersmesse, Herr Kpt. Petters, der 1. Offz. Herr Waschow und die beiden Ingenieure, Herr Raap und Herr Hilgenfeld, nahmen mich ohne großes Aufhebens in ihre Runde auf, so dass ich mich eher als persönlicher Gast denn als zahlender Passagier fühlte, und auch die philippinischen Offiziere und die Mannschaft waren freundlich und stets bereit, meine Neugier mit Erklärungen zu befriedigen. Ihnen allen, besonders den eben namentlich Genannten, möchte ich deshalb auch auf diesem Weg noch einmal meinen herzlichen Dank aussprechen mit der Bitte an Sie, dies weiterzugeben.

Die Entscheidung für die Eignerkabine habe ich bei der vergleichsweise geringen Preisdifferenz zur Lotsenkabine nicht bereut. Mein Umzugsgepäck ließ sich ohne Einbuße an Wohnqualität bequem unterbringen. Lediglich den angekündigten Schreibtisch habe ich gelegentlich vermisst, es gibt tatsächlich nur einen Couchtisch. Ich durfte aber auf den zum Schreiben geeigneteren Tisch in der Lotsenkabine ausweichen und dabei feststellen, dass Ihre Beschreibung „man soll sich gerade darin umdrehen können“ es genau trifft - sie ist kaum größer als der Schlafraum der Eignerkabine.

Insgesamt war es wie erhofft ein großartiges Erlebnis - und bestimmt die beste aller Möglichkeiten, für einen längeren USA-Aufenthalt über den Atlantik zu gelangen. Anbei sende ich Ihnen noch meinen Reisebericht an Familie und Freunde (der deshalb viel für den Seemann oder Sie Triviales enthalten mag). Es wird kaum meine letzte Seereise gewesen sein, und wenn ich die Rückreise nicht als Crew auf einer Segelyacht antrete, werde ich mich dann gewiss wieder bei Ihnen melden.

Bis dahin vielen Dank für die reibungslose und vor allem freundliche und persönliche Organisation dieser Reise, mit besten Grüßen aus New York!

Ausführlicher Reisebericht: MS Independent Pioneer, Antwerpen - Richmond, VA 



Familie  R. aus K.:

Sehr geehrte, liebe Familie Pfeiffer,

nun sind wir bereits über 2 Monate wieder zurück von unserer Reise mit der CIELO DEL CANADA und schwelgen noch immer von den Eindrücken  (Livorno-Los Angeles).

Es war eine wunderbare Reise, die wir unter der Leitung von Kapitän Krafft sehr, sehr genossen haben.

Wir waren die einzigen Passagiere – offiziell – denn auch Frau Krafft war auf dieser Reise an Bord, um ihren Mann über Weihnachten und Silvester zu begleiten – und wir hatten öfters herrliche Kartenpartien gemeinsam.

Das Wetter war bestens, abgesehen von einem Sturm im Golf von Lyon und im Pazifik über 12 Stunden, aber der Kapitän hatte rechtzeitig informiert, alles war gesichert… Letztendlich hat es Spaß gemacht, die Kraft der Wellen zu beobachten, vor allem dann, wenn man selbst keine Verantwortung zu tragen braucht – wie beim eigenen Boot!!!

Die Temperaturen waren wie erwartet – zwischen 25-35° – und der Höhepunkt war absolut die Fahrt durch den Panama-Kanal bei Tag, mindestens 35° und 98% Luftfeuchtigkeit – einfach faszinierend!!!! Fahren Sie selbst einmal diesen Weg!.... und meiden wir ja wohl im Moment den Suez-Kanal!!!

Das Schiff war bestens gepflegt und sauber – Kompliment – die Verpflegung so wie diese eben ist – deftig und oft zu viel.

Für uns erstaunlich und neu war der 2. Offizier, eine junge Frau mit 23 Jahren, die Nautik in Leer studiert hat, jetzt wohl  zum Chief Maite befördert wird und anschließend noch Jura studieren möchte (internationale Seerecht etc.).

Kurz: es waren wunderbar erholsame Wochen in zwangloser Atmosphäre – ebenso, wie wir es gerne haben und immer wieder machen möchten… natürlich mit Ihrer Hilfe und Vermittlung, auch wenn wir den Jackpot des Lottos knacken könnten, wäre das kein Grund auf ein sogen. „Traumschiff“ umzusteigen!!!

Sie wissen schon, wie diese riesigen Dinger mit ca. 2.500 Passagieren in der Handelsschifffahrt genannt werden: „Viehtransporter“!  DANKE für all Ihre Bemühungen und wir freuen uns auf die nächste Reise!

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Mittelamerika


Herr K.-M. B. aus E

Sehr geehrter Herr Pfeiffer,

nunmehr sind wir seit gut einer Woche von einer insgesamt interessanten Reise nach Costa Rica mit „Alicante Carrier“ wieder in deutschen Gefilden zurück und übersenden Ihnen einige Eindrücke von Schiff und Service.

Auf alle Fälle haben wir uns gut erholt, viel über die christliche Seefahrt in unseren Tagen, sowie über Bananen und Ananas erfahren. Costa Rica – 5 Tage – ist allemal eine Reise wert:

Vom 10.07. bis 28.07.06 haben meine Frau und ich eine Reise mit dem „MS Alicante Carrier“ von Hamburg nach Costa Rica gemacht.

Es war eine interessante Reise, die ein ganz besonders außergewöhnliches Urlaubserlebnis für uns war.

Die Betreuung an Bord war geprägt durch die außerordentlich freundliche, aufmerksame und stets hilfsbereite Art des Kapitäns und auch seiner aufgeschlossenen Offiziere.

Leider sind die Passagiereinrichtungen durch den nachträglichen Einbau auf dem etwas betagten Schiff auf 4 Decks verteilt. Man gewöhnt sich daran.

Ein sehr deutlicher Mangel war der ukrainische Chiefsteward“, der nicht besonders ausgebildet schien und nach 30 Minuten auf dem Schiff über die enorme Arbeitsbelastung klagte, und erklärte, wie froh er sei, in Hamburg abheuern zu können. Das wiederholte er nahezu täglich. Nicht nur die 5! Passagiere müsse er betreuen, sondern auch noch die Offiziere und die Kabinen reinigen. Als „Chief“ habe er kein Hilfspersonal. Er war tagsüber und ab 19 Uhr nicht zu sehen. Darüber hinaus waren seine Deutschkenntnisse eher mangelhaft. Englisch konnte er gar nicht. Eine Beschäftigung auf einem Kreuzfahrtschiff, wie er sagte, kann ich mir nur schwerlich vorstellen.

Die Verpflegung  war im Hinblick auf Geschmack und Abwechslung sehr dürftig und langweilig. Die Küche war ukrainisch – russisch und kein „Genuss für den Gaumen“, wie die Reederei in Ihrem Willkommensschreiben ausführt.  Die Offiziere konnte, vermutlich wegen der unterschiedlichen Aufgaben und wachen, nicht mit den Passagieren die Mahlzeiten einnehmen (Ausnahme Willkommensabend).

Es gab 7 Deckchairs für zuletzt 7 Passagiere, die nach Wind und Schatten auf dem Brückendeck von uns umgestellt wurden. Am Pool gab es keine Sitzmöglichkeiten.

Insgesamt aber war sie eine interessante Erfahrung. Wir haben es auch genossen, in den jeweiligen Häfen ausreichend Zeit für die Besichtigungen gehabt zu haben.

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Karibik


Stammkunde Herr R.:

wohlbehalten und äußerst zufrieden bin ich von meiner Karibik-Reise mit der MS OCEAN wieder zurück. Ich habe mich spontan gut mit Kapitän M. und seiner Besatzung verstanden. Alles lief problemlos und der Service an Bord war hervorragend. Der Koch (ein Philippine) ist gut und hat stets ein gutes Essen auf den Tisch gebracht. Auch das Barbecue an Bord war gelungen, und obwohl das Schiff schon ca. 19 Jahre alt ist, gab es keine Probleme. Die Landgänge waren dank der Hinweise und Vorschläge von Kapt. M. erlebnisreich und informativ. Zeit zum relaxen gab es genug und das Wetter hat auch mitgespielt. Die letzten Tage in Fort Lauderdale galten dann noch dem Strand und dem Meer.


  Karibik

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Herr Dr. Bernhard A.-G. aus K.:

nach unserer Rundreise mit der Carol Ann von Port Everglades nach Trinidad und zurück haben meine Frau und ich noch eine Woche das südliche Florida per Auto erforscht und sind vorgestern wohlbehalten wieder zuhause angekommen.

Unsere Eindrücke von der Carol Ann kann man ganz einfach zusammenfassen: Wirklich sehr schön und ohne irgendwelche Probleme!

Kapitän Bühre war etwas erstaunt als er meinen Anruf aus Fort Lauderdale erhielt, weil er von uns nichts wusste, hat sich aber schnell gefasst und uns sehr freundlich willkommen geheißen. Dort haben wir auch seine Ablösung, Kpt. Popko, vorgefunden und wurden von ihm ebenfalls herzlich begrüßt. Kpt. Popko war zuerst ein wenig zurückhaltend und natürlich sehr mit der Schiffsübernahme beschäftigt, taute aber im Laufe der nächsten Tage immer mehr auf und erwies sich schließlich als ein immer sehr höflicher, hilfsbereiter und einfach netter Mensch. Als erfahrener Hochseesegler war es für mich eine besondere Freude, die Wasserwelt einmal von der Brücke eines Frachters aus zu sehen und zu verstehen, wie das Leben dort funktioniert. Also habe ich Herrn Popko im Laufe der Zeit mit allerlei Fragen belästigt. Immer gab es wohlwollende und freundliche Auskünfte. Beeindruckt haben mich zweierlei Dinge: 1. dass auf einem Schiff dieser Größe Navigation und Manöver genau so ablaufen, wie auf einem 40 Fuß Segler, und 2. der Papierkrieg. Wie soll man die ColRegs (Ausguck!) befolgen, wenn man von Hafen zu Hafen mit unendlicher Bürokratie beschäftigt ist? Gerade in einem Revier, in dem man jeden Tag ein anderes Land anläuft und einem die IMO und die US-Coast Guard permanent im Nacken sitzen. Beeindruckt haben mich auch die Sorgfalt, Umsicht und Vorsicht der Schiffsführung von Kpt. Popko.

Überaus freundlich waren auch der First und der Second Mate. Deren Englisch ist zwar gewöhnungsbedürftig, wenn es über die Nautik hinausgeht, aber es fehlt auch ihnen nicht an Freundlichkeit.

Ziemlich viel Zeit haben wir mit dem Chief Engineer, Herrn Schleßier, zugebracht, der sich gefreut hat, deutsch sprechende Gäste zu haben, denen er mit Stolz sein Reich zeigen und erklären konnte. Soweit ich das beurteilen kann, darf er wirklich stolz darauf sein, alles in tadelloser Ordnung zu haben. Wir waren beeindruckt von seinen vielen handwerklichen Fähigkeiten und der Art, wie er seine „Babies“ da unten hätschelt. Und ein wunderbarer und immer hilfsbereiter Gesprächspartner.

Den Rest der Crew haben wir nur am Rande getroffen, abgesehen vom Cookie, der uns gut verpflegt hat und dem immer freundlichen Lächeln aller anderen. Nicht vergessen möchten wir auch die Agents, die uns bei unseren Landausflügen immer freundlich geholfen haben.

Insgesamt also eine wunderbare Reise, die man nur empfehlen kann. Es soll ja Manager geben, die sich in ein Kloster zwecks Meditation begeben. Wir würden ihnen eine solche Frachterreise empfehlen. Meditation nach Belieben, aber mit wohltuender Aussicht auf Meer und Sterne und in der Koje wunderbar gewiegt.

An Kpt. Popko und Herrn Schleßier werde ich selbst noch schreiben und ihnen als kleinen Dank eine Auswahl meiner diversen Photos schicken, aber meine Frau und ich möchten doch auch Ihnen Dank sagen und Sie bitten, unseren Dank auch an alle Beteiligten -Kapitän, Crew, Agenten, weiterzuleiten.

Inzwischen beantworten wir die Fragen unserer Freunde „Wie war' s?“ mit einem klaren: wunderbar und sehr empfehlenswert.

Ihnen und Ihren Schiffen freundliche Grüße, allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel (auch in St. Martin!)!


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